Bitios Aristomenis, morgens Nachrichtenüberbringer

… und Abends als DJ.

Jolanta Bonk, Zustellerin in Schwenningen, bei der Zustellung

… und beim Joggen, das hält fit!

Zeitung

Bei uns dreht sich (fast) alles um den SÜDKURIER – das zugängliche und vertrauenswürdige Referenzmedium aus unserer Heimat. Täglich liefern wir die Tageszeitung SÜDKURIER an die Leser, darüber hinaus verteilen wir Fremdzeitungen wie Schwarzwälder Bote, Badische Zeitung, Handelsblatt, Süddeutsche Zeitung, TAZ, Welt, BILD, FAZ, Neue Züricher Zeitung, Stuttgarter Zeitung, Stuttgarter Nachrichten und Frankfurter Rundschau taggleich.

Jede Nacht bringen die Mitarbeiter in Versand/Ladezone, Fahrer und Zusteller logistische Hochleistungen. Die Aktualität der Zeitung steht immer in Diskrepanz zur Auslieferung und so erfolgt die Auslieferung bzw. der Versand stets in Eile und mit Blick auf die Uhr. Wenn Fahrzeuge verspätet losfahren können, wird es durch die vielen Umschlagstellen zeitlich eng für die letzten zu beliefernden Ablagestellen.

Alle Zeitungen müssen bis 6:00 Uhr morgens zugestellt werden. Das erwarten unsere Leser und die Kunden für die wir Fremdzeitungen verteilen.

Zeitungszustellung mit unserer Uschi B.

Unsere langjährige Zeitungszustellerin Uschi B. hat sofort zugestimmt, als ich sie gefragt habe, ob ich sie einmal morgens begleiten und fotografieren darf. Sie ist schon Jahrzehnte als Zustellerin tätig und sie sagt, dass ihr diese Arbeit richtig Spaß macht.

Pünktlich um 3:00 Uhr treffen wir uns an der Ablagestelle vor der Bäckerei. Der Ort ist noch so still und ruhig, wie man ihn sonst nicht kennt. Ich höre plötzlich Musik aus dem Haus gegenüber und wundere mich, dass keiner der Nachbarn sich beschwert. In der friedlichen Stille der Nacht hört man die wenigen Geräusche umso mehr.

Folien und Bänder, die die Zeitungen vor Wind und Nässe schützen, landen ganz unten in der Tasche. Die wird Uschi B. später zu Hause entsorgen.
Geschickt werden rund 120 Zeitungen in die Fahrradtaschen verteilt und die restlichen sehr ordentlich für den anderen Bezirk zurückgelassen. Dann geht’s los. Unsere langjährige Zustellerin kennt fast jeden Abonnenten persönlich. Eine Liste hat sie zwar bei sich aber sie merkt sich alle Zu- und Abgänge. Für mich ist das sehr erstaunlich. Ohne volle Konzentration geht das nicht.

Wir legen eine ordentliche Strecke mit dem Fahrrad zurück. Immer wieder werden Zeitungen in Rollen oder die Briefkästen gesteckt. Frau B. erzählt mir, dass Sie die Zeitung wenn möglich so einwirft, dass der Abonnent den Schriftzug SÜDKURIER als erstes sieht.
Wenn jemand Geburtstag hat, schreibt sie einen Gruß auf die Titelseite.
Manche Hauseingänge sind recht dunkel. Die Stirnlampe ist unverzichtbar. Ortkenntnisse sind von Vorteil.

Nach etwa einer Stunde haben wir das meiste geschafft. Für die letzten Zeitungen lassen wir das Fahrrad stehen und gehen zu Fuß weiter. Es geht jetzt steil bergauf. Wir erfreuen uns an wunderschönen Häusern, Gärten, Hauseingängen und Dekorationen. 13 Zeitungen später führt uns ein schmales steiles aber unbeleuchtetes Treppchen wieder abwärts Richtung Fahrrad. Uschi B. hat für solche Fälle eine zweite Taschenlampe bei sich.
Sie erzählt mir, dass ihr Bezirk zu jeder Jahreszeit anders aussieht. Der Sommer ist wunderschön, weil man ohne Jacke zustellen kann und die Gärten gepflegt sind. Wenn sich das Jahr im Herbst auf die kalte Jahreszeit vorbereitet, geht man durch Laub und das typische Laubrascheln ist wunderbar anzuhören. Schön ist auch die Weihnachtszeit. Die Menschen geben sich so viel Mühe, die Eingänge der Häuser zu dekorieren. Die Winterluft ist ganz besonders klar und unverbraucht in der Nacht. Im Frühjahr, genießt sie die ersten Blumen und das Gefühl, dass es wieder Sommer wird.

Zurück an der Ablagestelle sagt mir mein Fitness-Tracker, dass wir uns 110 Minuten bewegt haben und mein Tages-Soll zu 85% erfüllt ist. Ich freue mich und überlege, dass sich die Zusteller jeden Tag auf dieses Weise fit halten..
Für uns ist erst mal Feierabend. Und dieser beginnt mit einem wunderbaren Sonnenaufgang und dauert noch den ganzen Tag.

– Karoline Pattner –

Unser Gesamtverbreitungsgebiet

DKZ DL Konstanz Gesamtverbreitungsgebiet

Was sind die Anforderungen an einen Zeitungszusteller?

DKZ DL Konstanz Pünktlichkeit

Pünktlichkeit, Zuverlässigkeit und genaues Arbeiten sind Grundvoraussetzung

DKZ DL Konstanz Körperliche Fitness

Körperliche Fitness in Bezirken, die zu Fuß oder mit dem Fahrrad zugestellt werden

DKZ DL Konstanz 18

Sie müssen das Mindestalter von 18 Jahren erreicht haben

Was sind die Aufgaben eines Zeitungszustellers?

DKZ DL Konstanz Aktuelles

Abholen der Zeitungen an der Ablagestelle

DKZ DL Konstanz Zeitungen

Alle Zeitungen lt. Lieferschein im Wagen verstauen

DKZ DL Konstanz Lupe

Lieferpapiere aufmerksam lesen – Aboveränderungen beachten

DKZ DL Konstanz Zeitungsstapel

Bänder und Folien mitnehmen

Karte

Die Zustellung beginnt. Die optimale Gangfolge schlagen wir Ihnen softwareunterstützt zu Beginn Ihrer Tätigkeit vor.

Aus dem Nähkästchen geplaudert….

Als Zusteller fällt einem das Aufstehen nicht (mehr) schwer. Belohnt wird man mit wunderschönen Sonnenaufgängen, dem besonderen Vogelgezwitscher in der ersten Dämmerung (die Vögel singen viel lauter als tagsüber, Gründe dafür sind Reviermarkierung, Paarung und tatsächlich Langeweile, da das Frühstück noch schläft) und einem faszinierend friedlich vor sich hin schlummernden Bezirk belohnt. Nicht selten hören wir von Füchsen, Katzen und Igeln die regelmäßig gesehen und zum gewohnten Zustellgang gehören. Man erlebt die Jahreszeiten und die Natur bewusster. Es bleibt jedoch nicht aus, dass man während des Zustellgangs in einen ordentlichen Regen kommt oder sich den Weg selbst durch den Schnee bahnen muss.
Viele langjährige Mitarbeiter sagen, dass Sie sich seit Beginn sehr viel fitter und gesünder fühlen.

Wenn man dann nach getaner Arbeit zu Hause seinen Kaffee genießt, freut man sich, die Arbeit bereits hinter sich und den Tag noch vor sich zu haben.

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