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Stefanie Gantert gewann den SÜDKURIER-Wettbewerb des besten Austrägers

Stefanie Gantert aus dem Schwarzwald hat im SÜDKURIER-Wettbewerb um den besten Austräger gewonnen. Sie macht einfach keine Fehler

Die erste Tour war die härteste für Stefanie Gantert. Damals vor zwei Jahren waren die Straßen gefroren, als die dreifache Mutter aus Bettmaringen bei Stühlingen nach einer langen Kinderpause wieder einstieg als Zeitungsausträgerin. Sie stand um 4.30 Uhr auf, ging zu Fuß durch ihr Revier im Schwarzwald, und rutsche immer wieder aus. Einen so ähnlich harten Tag habe sie seitdem nur einmal erlebt. Damals sei es stellenweise so glatt gewesen, dass sie es zwei Mal vorgezogen habe, die Schuhe auszuziehen und in Skisocken die gefährlichen Areale zu queren. Der kurze Marsch auf Strümpfen sei ihr lieber gewesen, als ein Sturz. Ansonsten aber, so sagt die 37-Jährige, gefalle ihr das Austragen. „Ich sage immer: Das ist mein Frühsport.“ Eine Stunde lang etwa geht sie zügig durch ihr Gebiet und verteilt dabei bis zu 80 Zeitungen.

Nie vergisst sie einen Abonnenten. Reklamationen aus ihrem Revier sind nicht bekannt. Die Zuverlässigkeit zahlt sich für Stefanie Gantert aus. Sie kam im Wettbewerb des SÜDKURIER um den besten Zusteller im Verbreitungsgebiet in die Schlussrunde und hatte dann bei der Verlosung unter den Besten Glück. Der Hauptpreis, ein Reisegutschein im Wert von 1000 Euro, geht an die 37-Jährige. Sie will ihn nutzen für den Aufenthalt in einem Wellness-Hotel. Der Mann und die drei Kinder kommen natürlich mit. Stefanie Gantert hat vor zwölf Jahren schon einmal eine ganze Weile Zeitungen ausgetragen. Doch dann kam das zweite Kind, und sie legte eine Pause ein. Inzwischen sind die Kinder 17, 12 und acht Jahre alt, und die beiden jüngeren brennen darauf, in den Ferien die Mama bei den Frührunden durch den 500-Seelen-Ort zu begleiten. Sie wundere sich immer, in wie vielen Häusern zu dieser Zeit schon Licht brennt. Wenn Stefanie Gantert ihre Austräger-Tour beendet hat, kümmert sie sich ums Frühstück der Familie, und gegen sieben Uhr sei dann für sie Zeit für eine Pause. Stefanie Gantert lacht über die Frage, warum sie nie einen Kunden beim Austragen vergesse: In den frühen Morgenstunden habe sie den Kopf noch nicht so voll. Wie sollte sie da einen Abonnenten vergessen?

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